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Kieler-Woche-Design – weltweit bekannt

An ihr jährlich neues Corporate Design stellt die Kieler Woche höchste Ansprüche: Seit 1959 wird es in einem reinen Einladungswettbewerb ermittelt, der weltweit hohes Ansehen genießt. Schon die Einladung zur Teilnahme gilt unter Grafiker*innen als Auszeichnung.

Die Entscheidung, wer eine Einladung bekommt, liegt in den Händen zweier unabhängiger Fachgutachter*innen, die bereits selbst einmal den Wettbewerb gewonnen haben. Denn der Gestaltungswettbewerb erhält sein internationales Renommée nicht nur durch die zahlreichen Motive, die national und international mit Preisen ausgezeichnet wurden. Auch die vielen namhaften Designer*innen, die zum Wettbewerb eingeladen wurden, tragen hierzu bei.

Das macht die Reihe mit mehr als 70 Kieler-Woche-Designs seit 1948 weltweit einzigartig und zu einem eindrucksvollen Spiegelbild der jüngeren Grafik-Geschichte. Jedes Design muss seit 1974 auch auf verschiedensten Artikeln und Souvenirs – etwa Krawatten, Bechern oder Schlüsselanhängern – seine Wirkung zeigen.

  

Der Wettbewerb für 2027

Sechs renommierte Grafik-Büros und Hochschulen sind eingeladen, ihre Entwürfe für die Kieler Woche 2027 einzureichen. Im Juni konnten sich die Designer*innen ihren ganz individuellen Eindruck von der laufenden Kieler Woche verschaffen – und das sowohl auf dem Wasser als auch an Land.

Eine Jury wählt die Sieger*innen im Wettbewerb um das neue Kieler-Woche-Design aus. Am 4. September steht fest, wessen Motiv nicht nur das aktuelle Kieler-Woche-Plakat zieren wird, sondern im gesamten Corporate Design auch alle Souvenirs, Flaggen, Banner und sehr viele andere Dinge.

 
Mitglieder von fünf Designbüros erlebten die Kieler Woche ganz direkt. Außerdem im Wettbewerb sind Studierende der Muthesius Kunsthochschule Kiel
 

4. September Das neue Design kommt

 

Sie sind im Wettbewerb:



Happy Little Accidents, Leipzig

Happy Little Accidents (HLA) – Studio for Visual Communication wurde 2013 von den beiden Diplom-Designer*innen Tobias Dahl und Patrick Martin gegründet. Der Anspruch des Studios ist eine klare und eigenständige Gestaltung für modulare und nachhaltige Lösungen im Spannungsfeld zwischen Kultur, Kunst und Wissenschaft. Mit besonderem Fokus auf Corporate Design, Editorial Design und Typografie liegt die Expertise der beiden Gestalter*innen in der Entwicklung von individuellen Gestaltungssystemen und typografischen Umgangsformen. 

Tobias Dahl (geb. 1987) und Patrick Martin (geb. 1987) leben und arbeiten, seit Ihrem Studium in Leipzig. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet (darunter »100 Beste Plakate« und »Die Schönsten Deutschen Bücher«). In Workshops und Vorträgen an Universitäten und Hochschulen teilen die beiden regelmäßig ihre Erfahrungen. 

www.hla.studio



Studio Pandan | Ann Richter und Pia Christmann, Berlin

Studio Pandan wurde von Ann Richter und Pia Christmann 2015 gegründet. Das Berliner Designstudio entwickelt visuelle Identitäten für Print und Digital, gestaltet Publikationen und Websites. Typografie steht im Mittelpunkt der gestalterischen Praxis und kommt medienübergreifend zum Einsatz. Studio Pandan ist in der zeitgenössischen Kulturszene verankert und zeigt besonderes Interesse an gesellschaftlich relevanten und nachhaltigen Projekten. Gestaltung wird als Verantwortung und Chance zugleich verstanden, Inhalte sichtbar zu machen und Impulse für Veränderung zu geben. 

Die beiden Gründer*innen Ann Richter und Pia Christmann halten regelmäßig Vorträge und leiten Workshops an Kunst- und Designinstitutionen.

www.pandan.co 



Ina Bauer, Stuttgart

Ina Bauer lebt und arbeitet in Stuttgart. Sie startete beruflich in einem kleinen Studio in Zürich, war mehrere Jahre Art-Director beim renommierten Designstudio „L2M3“ und parallel in der Lehre tätig. 2017 gründete sie ihr eigenes Designstudio in Stuttgart und arbeitet seitdem in den Bereichen Erscheinungsbilder, digitale Anwendungen, Schrift-, Buch- und Ausstellungsdesign. 

Neben ihrer Arbeit im Studio unterrichtet sie an der Merz Akademie in Stuttgart Typografie.

www.ina-bauer.studio

  


Rejane Dal Bello, London

Seit vielen Jahren arbeitet Rejane Dal Bello in den Bereichen Grafikdesign und Branding und war unter anderem bei renommierten Agenturen wie Wolff Olins (UK), Studio Dumbar (NL) und COLLINS (US) tätig. Sie schloss ihren Master in Social Design in den Niederlanden ab und unterrichtete Grafikdesign an der Post St. Joost sowohl auf MA- als auch auf BA-Ebene. 

Derzeit ist sie parallel zu ihrem Studio in London als Professorin im Fachbereich Typografie an der HSD Düsseldorf tätig. Ihre Arbeiten sind Teil der ständigen Sammlung des V&A Museums und wurden in vielen Museen und Ausstellungen gezeigt. Sie hält weltweit Workshops und Vorträge zum Thema Kommunikationsdesign.

www.rejanedalbello.com



Kuki Iwański, Łódź

Kuki Iwanski ist ein polnischer Grafikdesigner, dessen Arbeiten sich durch eine starke visuelle Sprache und eine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer visueller Kultur auszeichnen. Über klassisches Grafikdesign hinaus arbeitet er häufig mit multimedialen, bewegten und räumlichen Formaten. Iwanski arbeitet vorwiegend im Kulturbereich. Seine Projekte wurden international ausgestellt und ausgezeichnet sowie auf Designveranstaltungen präsentiert. 

Er engagiert sich aktiv für die internationale Förderung polnischer Kunst und arbeitet mit kulturellen Institutionen in Europa und Asien zusammen. Seine Praxis konzentriert sich auf die Entwicklung visueller Sprachen an der Schnittstelle von Design, Kunst und gesellschaftlichem Diskurs.

www.kukiiwanski.com

Muthesius Kunsthochschule | Studierende aus dem Lehrgebiet »Typografie und Gestaltung, Prof. André Heers, Kiel

Übergeordnetes Ziel der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist es, durch künstlerisch-gestalterische Entwicklungs- und Forschungsvorhaben als Kristallisationspunkt für Arbeiten und geistige Auseinandersetzungen auf den Gebieten der Kunst, der Raumkonzeption und des Designs zu wirken. 

Die Muthesius Kunsthochschule in Kiel als einzige Kunsthochschule des Landes Schleswig-Holstein ist nicht nur ein Ort der Ermöglichung kulturell relevant werdender Biografien, sondern mit ihrem Projektstudium auch ein Ort besonderer Experimente und Realisierungen. Die Profile der Masterstudiengänge stellen teilweise in der Bundesrepublik einzigartige Studienangebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende dar.

www.muthesius-kunsthochschule.de

Julie Bellinkx studierte Tanz in Berlin und London und war bis 2019 freiberufliche Bühnentänzerin mit Engagements unter anderem an der Deutschen Oper Berlin und in internationalen Show- und Eventproduktionen. Derzeit befindet sie sich im dritten Mastersemester Kommunikationsdesign und ist als Hilfskraft im Fachbereich Kultur- und Medienwissenschaften mit Schwerpunkt Philosophie tätig.


Katharina Veronika Fedde, 2000 in Hamburg geboren, studiert Kommunikationsdesign im Master an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, mit dem Schwerpunkt interaktives Informationsdesign. Auch ihren Bachelor absolvierte sie dort. Ihr Abschlussprojekt SeriHub wurde in die Longlist 2024 der Information is Beautiful Awards aufgenommen.

Maryna Shtanko, 1992 im ukrainischen Poltawa geboren, hat Deutsche Sprache und Literatur an der Nationalen W.-N.-Karasin Universität in Charkiw studiert. Nach Kriegsbeginn im März 2022 ist sie nach Deutschland gekommen; in Kiel studiert sie seit 2023 Fotografie und Typografie im Studiengang Kommunikationsdesign und wird ihren Abschluss im Sommersemester 2025 machen.


Häufige Fragen zum Wettbewerb

Die Muthesius Kunsthochschule hat bereits an einigen vergangenen Wettbewerben teilgenommen und war mit zahlreichen Absolvent*innen vertreten. Ab dem Wettbewerb für 2023 wird die Muthesius Kunsthochschule ein fester Bestandteil des jährlich stattfindenden Corporate-Design-Wettbewerbs zur Kieler Woche.

Der Wettbewerb für das Corporate Design der Kieler Woche ist international anerkannt und verfolgt das Ziel, ein einjähriges Erscheinungsbild zu finden, das einen Wiedererkennungswert schafft und auf zahlreichen Produkten wie z. B. Plakaten, Schlüsselanhängern oder Flaggen funktioniert. 

Es handelt sich hierbei um „Kunst“, welche einem Zweck dient. Im gesamten Jahr müssen graphische Elemente angepasst und in unterschiedlichsten Formaten geliefert werden.

Die Jury des Corporate-Design-Wettbewerbes setzt sich aus vier Fachjuror*innen, vier Sachjuror*innen und einem neunten Jurymitglied aus der Kieler Bevölkerung zusammen. Diese werden aufgrund ihrer jeweiligen Positionen und Funktionen ernannt und nicht aufgrund ihrer Herkunft.

In folgenden Jahren gewannen Designer*innen aus Kiel den Corporate-Design-Wettbewerb:

  • 1974 Andres W. Jahnke
  • 1981 Bernd Brocke
  • 2000 Anja Kühn

Kunst ist subjektiv und soll zur Diskussion anregen. Wie der Schriftsteller und Philosoph Voltaire sagte: „Alle Künste sind gut, ausgenommen die langweilige Kunst“. 

Zusätzlich gibt es viele Anforderungen an eine Corporate Identity, wie etwa den hohen Wiedererkennungswert und die praktische Umsetzbarkeit, die unsere Fachgutachter*innen allesamt mitdenken und die für viele Betrachter*innen nicht immer sofort ersichtlich sind.

Ja, es gibt eine Ausstellung aller eingereichten Entwürfe im Rathaus. Geöffnet ist sie vom 8. September bis 2. Oktober 2025 montags bis freitags 8 - 18 Uhr, Eingangsbereich des Kieler Rathauses (Eingang Rathausplatz), Fleethörn 9, 24103 Kiel. Oder natürlich hier auf dieser Seite.

 

Renommée seit 1948: Kieler-Woche-Plakate

Er ist ein eindrucksvolles Spiegelbild der jüngeren Grafik-Geschichte und international sehr hoch angesehen: der Kieler-Woche-Grafikwettbewerb.